I don’t like Mondays

Am Montag gab’s mal wieder ein Flutlichtspiel am Millerntor und ich durfte wieder dabei sein…

… dass dies für mich als auswärtiger Fan und Mitglied möglich ist liegt an meiner momentanen Arbeitslosigkeit. Sollte ich demnächst wieder „Leistungsträger“ sein, wird dies, ebenso wie die Freitagsspiele, für mich wohl eher der Vergangenheit angehören…

…und das hab‘ ich dann dem Raubtierkapitalismus zu verdanken, welcher nur noch nach Gewinnmaximierung strebt. Wiederum muss ich konstatieren, dass es Zeit für die Revolution wird. Diese wird zumindest im Stadion heftig gefordert …

Völker hört die Signale? Nicht wirklich …denn ein Drohpotential ist nicht vorhanden. Trotz Montagsspiel war das Millerntor wiedereinmal mit über 24.000 Zuschauern ausverkauft und der Run auf die nächsten drei Heimspielkarten, bei der völlig versemmelten Verkaufsaktion am Mittwoch morgen, bestärkt DFL, Sport 1, SKY und wie die ganzen mafiösen Vereinigungen heißen nur noch in ihrer Gewissheit, machen zu können was sie wollen. Ich nehme mich da natürlich nicht aus. Ich liebe den magischen FC und die Heimspiele am Millerntor und das Wiedersehen mit den ganzen Freunden ist für mich mittlerweile so wichtig geworden, dass mir ein Boykott sehr schwer fallen würde. Ich weiß nicht, wie ein angemessener Protest aussehen könnte. Vielleicht sollte man einfach keine Tickets kaufen und mit 20.000 Fans vom Heiligengeistfeld aus die Mannschaft anfeuern.

Wie andere auch schon bemerkten, ist es schwierig an einem Montag in Fußballlaune zu kommen und ich schiebe die „merkwürdige“ Stimmung im Stadion und das ernüchternde Ergebnis einfach diesem Umstand zu. Die einen sind im Kopf noch bei der Maloche und die anderen denken schon wieder an den nächsten Morgen, wenn sie die Fron aus den Federn treibt. Und die wenigen Arbeitslosen, Rentner und sonstige „Minderleister“, die es sich leisten können 300 km und mehr anzureisen, sind für den Millerntor Roar einfach zu wenig.

Und wo wir gerade beim Kapitalismus abschaffen sind: Das Raval, ebenso wie die Weinbar St. Pauli (müssen) schließen, auch das sollte zu denken geben…

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Im Stadion der Gast-Freundschaft …

Nun auch noch ein paar Worte zum fast perfekten Tag am vergangenen Samstag in der Lausitz. Das dieser Tag brilliant war lag‘ natürlich am Wetter…

und am magischen FC, der endlich mal einen souveränen Sieg davontrug.

Obwohl die Jungs nicht gerade spielerisch glänzten war der Sieg in keinem Moment gefährdet und so wurde es das was ich mir seit einiger Zeit am meisten wünsche – ein langweiliger aber herzschonender Kick.

Aber am Tollsten war die mitreisende Gesellschaft bestehend aus Piratenbrigadisten und solche, die es schlussendlich auch werden werden …

Der Zug nach Cottbus war schon auf dem Hinweg zum Bersten voll, aber das tat dem Spaß keinen Abbruch…

 …schließlich ist die Lausitz von Berlin aus gesehen quasi umme Ecke, wir hätten ja auch das Schiff nehmen können.

Vom Bahnhof weg schlug uns dann die gesammelte Paranoia deutscher Sicherheitstrottel entgegen. Gut, man muss konstatieren, dass die Rennleitung höflich war und sehr bemüht ihr martialisches Auftreten mit netten Worten zu kompensieren und der Fußweg vom Bahnhof zum Stadion war ausgesprochen bequem. Ob man allerdings für Fußballfans 2 (in Worten: Zwei) Hubschrauber als Geleitschutz benötigt erschließt sich mir nicht. Beim Stadion angekommen gab es zunächst zwei nette Überraschungen. Erstens hörte man Metallica im Stadion trällern und zweitens gab es tatsächlich eine richtige Gepäckaufbewahrung, also bei Weitem mehr Organisation als wie zuletzt in Braunschweig, aber das Betreten des Stadions erwies sich leider als das Allerlächerlichste was ich bislang als Fußballfan erleben musste …

Nicht nur dass z.B. jedes Geldbeutelfach durchsucht wurde, mussten wir auch noch unsere Schuhe ausziehen, die von den Schergen eingehend untersucht wurden. Also ich habe dafür kein Verständnis mehr, nicht das geringste. Wenn man als Fußballfan einem solchen Generalverdacht ausgesetzt wird und wie ein Schwerverbrecher vor der Verhaftung behandelt wird, ist für mich das Maß voll und es muss angeprangert werden. Meine Reaktion und die derjenigen, die sich dieser Demütigung unterziehen müssen ist genau das Gegenteil dessen was erreicht werden soll, ich werde durch solche Maßnahmen eher radikalisiert und das löst eben diese Gewaltspirale aus, die man eigentlich verhindern will. Und mir ist es auch scheißegal, wer für diesen Unfug schlussendlich verantwortlich ist, es gibt hierfür Personifizierungen und das sind die kurzhaarigen Ordnerdienste, die Polizei und schließlich die Schlipsträger der DFL und diese sind in meiner Achtung und in meinem Respekt auf einem Niveau, welches man nur noch als unterirdisch bezeichnen kann.

Dies war der Wermutstropfen an diesem bis dato sehr schönen Tag und natürlich trat der Ärger in den Hintergrund angesichts der vielen Highlights des Tages …

YNWA beim 4:1 Auswärtsieg in Cottbus 01.10.2011

Nach dem Spiel mussten wir vor dem Stadion sehr lange warten, da einer unserer mutmaßlich zukünftigen Piratenbrigadisten dem Garderobenfrieden nicht traute und sein Ränzlein einem befreundeten Vehikel anvertraute, welches sich anscheinend irgendwo auf einer Gurkenplantage im Spreewald befand. Jedenfalls fuhren so langsam alles Gästefanbusse ab und auch die Rennleitung verabschiedete sich, so dass wir auf einmal alleine dastanden und uns völlig schutzlos, durch die brandenburgische Provinz auf den Weg zum Bahnhof machen mussten. Angesichts des großen Team-Green-Aufgebots bei der Anreise war uns natürlich ganz schön mulmig und einige einschlägige Visagen auf der Gegengerade bestätigten geradezu klassisch das Image was den Ostvereinen (leider) bis heute anhaftet, doch welch‘ ein Wunder: Sonnenverbrannt und durstig, jedoch heil und unversehrt kamen wir schließlich am Cottbuser Bahnhof an und enterten sogleich den polnischen EC zurück in die Hauptstadt…

…der nicht ganz so voll war, wie auf der Hinreise, aber zumindest so voll, dass wir in der ersten Klasse auf dem Boden Platz nahmen wo wir noch ein paar sehr nette Menschen kennen lernten. Mit einem kurzen Umweg über den Berliner Hauptbahnhof kamen wir schließlich hungrig und durstig ins Oberbaumeck, wo es dann schließlich saumäßig spät wurde …

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Herzlichst …

Es waren mal wieder grandiose Stunden, die ich von Sonntag auf Montag in Hamburg erleben durfte und zu verdanken ist dies in erster Linie mal wieder dem magischen FC, der in einem großartigen Spiel die 60er aus München ablederte …

…aber nicht nur der Mannschaft gebührt der Dank, sondern auch wieder dem grandiosen Publikum am Millerntor, das es wieder geschafft hat zu zeigen, warum der FC St. Pauli zurecht der „etwas andere“ Verein ist…

Zum Spiel selber und dem drumherum muss ich nichts mehr sagen, dazu sind andere weitaus berufener.

Ich habe jetzt mit Absicht etwas länger gewartet, in der Hoffnung meine Euphorie möge der Ratio mehr Platz einräumen, aber dies ist nicht der Fall, deshalb möchte ich an dieser Stelle mal etwas loswerden, was ich zwar schon mehrfach geäußert habe, aber was man nie oft genug sagen kann:

Meine lieben Bezugsgruppenmitglieder, explizit-nicht-zu-einer-Bezugsgruppe-zählen-Wollende, Twitter-und FacebookfreundInnen, sonstige-Community-FreundInnen, OfflinerInnen, DomschänkenvorbeiguckerInnen, OBE-KumpanInnen, PiratenbrigadistInnen und magischer Fan-Club Mitglieder, Dabeigewesene, Verhinderte und Daheimgebliebene und auch Diejenigen die tolerant gegenüber den Genannten sind… ihr bekommt von mir mein Herz …

… mein Herz in Sankt Pauli …

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Konstituierende Auswärtsfahrt

Welch ein Wochenende, Rock’n Roll all Nite und selbstverständlich spielte der magische FC wieder eine Hauptrolle. Am Samstagabend noch bei der Königin der Nacht (endlich mal wieder auf der Insel) und nach einer kurzen Ruhepause ging’s dann mit der Piratenbrigade 1910 Berlin (i.G. / #pbbln) nach Braunschweig zum Auswärtsspiel. Zu sechst mit Wochenendbahntickets in 3,45 Stunden von Berlin über Rathenow und Stendal, stilecht noch auf Berliner Gemarkung das erste Rotlicht angesetzt und mit Bulletten, Muffins & Zwetschgenkuchen verköstigt …daran kann man sich gewöhnen.

Leider unschön dann die Tweets der bereits Anwesenden vom Braunschweiger Bahnhof. Da war von Freiheitsberaubung, Nötigung und Gängelung seitens Team Green die Rede und während wir wohl das Glück hatten mit einem eher unauffälligen Regionalexpress ankommend von derartigen Idiotien verschont zu bleiben, hatten andere da wirklich massiv Pech. Sie wurden vom Bahnsteig mittels Polizeispalieren direkt in Busse verfrachtet und nur durch massiven Widerstand war es möglich sich zu treffen. Es gab wirklich unbeschreibliche Szenen. Natürlich ist der Shuttlebustransfer und die Vorfahrt vor den Gästeblock für ortsunkundige Fans keine schlechte Idee, aber nicht zwangsweise. Z.B. war es nicht möglich sein Gepäck in Schließfächer zu verfrachten, man wurde darauf vertröstet, dass es eine solche Möglichkeit im Stadion gäbe und das sah dann so aus …

…alles auf einen Haufen und nach dem Spiel könnte man es sich wieder abholen, was für ein weltfremder Haufen von Türstehermorlocks. Und auch hier half nur massiver Protest (unter sinnloser Aufplusterei seitens Team Green) bis aus dem wenig hilfreichen „Verständnis“ eine konkrete Maßnahme wurde. Ich bekomme da echt einen Hals wenn ich mich als Fußballfan behandeln lassen muss wie ein Schwerstkrimineller oder Vollpsychopath …zum Glück gibt es Leute, die mich zurückhalten, Dazke dafür. Hier gibt’s noch ein paar Schoten.

So was nervt und leider gibt es dann noch Idioten, die diesen Eindruck noch untermauern müssen, auch bei uns …

 …natürlich sieht das klasse aus, ist aber ziemlich sinnentleert und einfach gefährlich. Ich mag‘ Bengalos, aber ich habe einfach kein Vertrauen in die „User“. Und um Pyros in den Block zu bringen muss man diesen eben stürmen und das ruft wieder die Ordnungsmacht auf den Plan und die Spirale dreht sich weiter …

Zum Spiel selber …nun ja, verloren …ob verdient kann ich abschließend gar nicht sagen. Wahrscheinlich wäre ein Unentschieden ok gewesen. Tschauner hatte einen kleinen Aussetzer, aber Schuld war er deswegen nicht an der Niederlage. Braunschweig war laufstark, aggressiv und über die gesamte Spiellänge konzentriert und die Boys in Brown hatten nicht den notwendigen Biss beim Abschluss. Zwei klare Elfmeter wurden nicht gegeben, die Schiedsrichter waren nicht gerade auf dem Quivive und so kam es wie Frau @diepauliane schon Mitte der 2. Halbzeit konstatierte, nämlich dass noch selten ein Spiel so verloren aussah…

Fazit: Braunschweig hatte das Quäntchen Glück mehr und somit keinen Vorwurf an die Mannschaft, sie haben’s versucht …und ich muss den Braunschweiger Fans Recht geben, als sie später am Bahnhof sangen ♪♫♪ Gegen Braunschweig, kann man mal verlieren …♪♫♪

Der Rücksturz nach Berlin begann wieder mit einem Bustransfer zum Bahnhof mit anschließendem Bullenspalier zu einem Bahnsteig, der uns Berlinern überhaupt nichts brachte. Also brav mitspielen und auf der anderen Seite wieder hinein in den Bahnhof, natürlich nicht ohne den Ninja-Turtels vorher langsam und deutlich zu erklären, dass man keineswegs gewillt ist einen Zug nach Hamburg zu besteigen, geschweige denn am Bahnsteig zu warten auf einen Zug nach Berlin der in zwei Stunden geht. Ferner war unser Gepäck natürlich im Schließfach und das wohlwollende Ansinnen der Oberförster einen von uns durchzulassen um das Gepäck von sechs Personen zu holen, entlockte uns nur ein müdes Grinsen. Das wir dennoch passieren durften rechne ich denen hoch an, obwohl ich gar nicht weiß was schließlich das überzeugende Argument war. Jedenfalls hatten wir wieder Zugang zu Bier und Fressalien und hielten ein nettes Picknick auf dem Bahnhofsvorplatz ab …

Die Rückfahrt wurde dann auch noch lustig. Wir mussten diesmal in Magdeburg umsteigen und hatten ca. 45 Minuten Aufenthalt. Das Bier war alle und ein paar mussten mal auf die gekachelten Nebenräume. Auch hier war die Rennleitung im Robocopoutfit vertreten und als wir die Toilette verließen wurden wir besorgt gefragt, wie lange wir gedenken uns hier aufzuhalten. Man erwartete nämlich ca. 250 Fans des FC Magdeburg, der ausgerechnet gegen St. Pauli II spielte (und auch noch gewann *grummel*). Herr @Hellprayer2_0 bot den Beamten an, dass wir gemeinsam mit ihnen auf die Fans warten könnten um notfalls Unterstützung zu leisten, aber sie lehnten das Angebot dankend ab und so machten wir uns dann also auf den Weg Richtung Hauptstadt der DDR.

Dort angekommen ging’s mit Frau @Jana_log und unserem italienischen Gast noch ins Oberbaumeck, wo uns dann noch Frau @nullzeit die Aufwartung machte um sich auf ihren in wenigen Stunden bevorstehenden Urlaub einzustimmen.

Ein schönes Wochenende fand schließlich sein Ende, kaum auszudenken wie perfekt es gewesen wäre, hätte der magische FC auch noch gewonnen …

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Endlich wieder …

…MILLERNTOR!!

Gestern also das erste echte Heimspiel der Saison und ich habe festgestellt, dass ich eine regelrechte Millerntorsucht ausgeprägt habe. Die Freunde, die Stimmung und der magische FC …ich war nahe an der Überdosis. Alles lief perfekt ab und das 3:1 der Boys in brown war einfach so schön, dass ich über’s Feiern glatt vergessen habe den Triumph im Bild festzuhalten …

…so ist es eben das 2:1 geworden, was eh‘ wichtiger war, denn bis zu diesem Zeitpunkt ging bei uns schon mächtig der Puls. Das Domschänkenbier war dann noch der letzte Höhepunkt und ich war ganz knapp davor gegen jede Vernunft einfach dazubleiben.

Ich konstatiere: Egal wie der FC St. Pauli spielt – ich gewinne am Millerntor immer!

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Let the games begin …

Das war nun also das Heimspiel welches ein gefühltes Auswärtsspiel war …nun warum auch nicht, so kommt man wenigstens mal nach Lübeck.

Und das hab‘ ich dann auch schnellstens in die Tat umgesetzt…

Nach leichten Anlaufschwierigkeiten dann nach über 2 Monaten wieder die ersten bekannten Gesichter gesehen und erstaunlicherweise gleich wiedererkannt. Mit den Herren @ring2, @peer_arne und @momorulez wurden dann obige Leckereien erstanden und auf dem Weg zur Lohmühle gewegzehrt …

Vor dem Stadion dann das freudige Wiedersehen mit @TantePolly, @Curi0us, @textundblog und @kleinerTod.

Was für ein niedliches Stadion, so niedlich, dass trotz aufopferungsvollster Arbeit der Bediensteten es so gut wie unmöglich war innerhalb einer adäquaten Zeitspanne Getränke zu bekommen. Die Logistik ist offensichtlich nicht für mehr wie, sagen wir einmal 1.000 Besucher ausgelegt, für diese aber sind die Wege kurz, da sie direkt innerhalb des geneigten Publikums liegen. Bei 10.000 Besuchern hingegen ist es ein entzückendes Rätsel ob man nun in der Getränkeschlange steht oder einfach nur hinter irgendwelchen Zuschauern und während man also eher planlos herumsteht kann man ja gleich ein wenig tapezieren und dabei heimatliche Tapeten bewundern…

 …oder man begegnet weiteren vermissten Freunden wie dem Herrn @derkiesel z.B..

10.000 Fans habe es spielend geschafft eine kleine Millerntor-Atmosphäre zu zaubern…

…und eine kleine Schar weit gereister Audi-Fans hielt tapfer die „Gästetribüne“ am Kochen, unterstützt vom schwarzen Block der Staatsmacht…

Zum Spiel selber: Also ich habe kein schlechtes Fußballspiel gesehen. St. Pauli war überlegen, schnell, bissig und zweikampfstark. Schnecke war (zum wiederholten Mal) bärenstark. Unermüdlich wühlte er und gab kaum einen Ball verloren. Auch Tschauner überzeugte mit einer absolut souveränen Vorstellung und dies im Strafraum sowie auch bei Distanzschüssen wie bei der einzigen echten Ingolstädter Torchance kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Die Abwehr stand insgesamt solide und das Mittelfeld wurde auch beherrscht, alles in Ordnung soweit, bis die auf unsichtbare Barriere am gegnerischen Sechzehner.

Irgendetwas passiert da. Die Pässe sind zum größten Teil grauenhaft und die Chancenverwertung … nun ja. Takyi ist mit Sicherheit kein schlechter Techniker und Dribbler und dass er auch schießen kann, hat er in der Anfangsphase auch gezeigt, aber kann man dem Herrn vielleicht mal einbimsen, dass er nicht alleine auf dem Platz steht? Oder sieht er einfach die Mitspieler nicht, hat er einen Tunnelblick? Bei Naki hingegen hat man das Gefühl, die eine Hälfte des Spiels hat er Lust und die andere Hälfte würde er lieber was anderes machen. Wenn das wenigstens zusammenhängend wäre, könnte man ihn ja dementsprechend immer auswechseln. Dazu kommt eine eklatante Abschlusschwäche, ich habe manchmal das Gefühl er hätte Angst vor dem Torschuss, was der Junge gestern an Chancen vergeben hat war schon beeindruckend. Nun denn, dann macht’s eben ein Boller, kann mir eigentlich egal sein, aber sein Job ist es nun wirklich nicht auch noch. Alles in allem geht das Ergebnis natürlich völlig in Ordnung …

 … wenn auch höchst schmeichelhaft für die Gäste aus Bayern, selbst ein 4:1 wäre noch zu wenig gewesen.

Fazit: Wir haben wieder eine Stürmerdebatte, d.h. eigentlich haben wir die immer noch …Wir brauchen jemanden der aus allen Lagen und mit dem nötigen Selbstvertrauen schießen kann und wir brauchen einen Torjäger, der unauffällig vorne drin steht und im richtigen Moment den Fuß oder den Kopf hinhält. Das wird schwierig, alternativ… Quatsch…zusätzlich müssen unsere Mittelfeldhelden eben ausgebildet werden das Spiel „lesen“ zu können, die Laufwege der Mitspieler sollten bekannt sein um diese ganze Fehlpassorgie vor dem gegnerischen Strafraum zu beenden. Es hilft ja nix, schlussendlich muss man ein Tor mehr schießen wie der Gegner und da ist es mir völlig wurscht, wenn die Abwehr einem Schweizer Käse gleicht. Vorne spielt die Musik und die ist auch in der neuen Saison zunächst einmal eher Volksmusik als Rock’n Roll.

Aber Schwamm drüber … diesmal waren’s zwei Tore mehr und wenn das so weiter geht ist’s ja auch in Ordnung. Anders wäre es eben für das Nervenkostüm und den Partyfaktor zuträglicher…

Nach dem Spiel (oder vor dem Spiel, wie’s beliebt) gab’s dann noch die langersehnte Begegnung mit der nach eigenem Bekunden wuschigen Frau @little_rogue und somit wurde der Tag in Lübeck rund… *Hach* es war einfach wieder schön und zum Schluss gibt’s noch eine Touristenbildchen…

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♪♫♪ Aux Armes! Nous sommes St. Pauli …

Morgen um 06:30h klingelt der Wecker, um 08:22h sitzt ich im Zug nach Lübeck und als ich gerade beschließe ins Bett zu gehen trifft mich ein Stöckchen voll zwischen die Augen …ausgehend von Herrn @ring2 über die Herren @kleinerTod und @momorulez war es schließlich der werte Herr @Quotenrocker, der mich völlig unsachgemäß mit eben jenem Stück digitalem Holz bewarf und ich sag‘ es gleich: Ich hol‘ schon mal aus, denn das Ding wird weit fliegen, bis hinter Hamburg und treffen wird’s den Herrn @Curi0us 🙂

Ein Schätzung soll es werden und das zu schätzende Objekt ist nichts anderes als der sehr geschätzte magische FC St. Pauli, nun denn: Diese Saison wird für mich voll im Zeichen des Jolly Rouge stehen, soviel läßt sich jetzt schon abschätzen …

Das wird auch dringend notwendig sein, wie das Gerangel um die AGBs deutlich zeigt. Zwar hat die Vereinsspitze schnell und auch durchaus im Sinne der Fans reagiert, aber das Grundproblem bleibt. Über diese AGBs wurden vor einem Monat schon mal diskutiert und trotzdem wurden vor 3 Tagen die Änderungen mit genau der Intention veröffentlicht, wie sie die G’schaftlshuber der DFL-Mafia bevorzugen. Wenn man nicht ständig auf der Hut ist, dann wird man heimlich, still und leise in den Kommerzstiefel gepresst und ruckzuck geht der magische FC St. Pauli den Weg alles Irdischen. Erinnert sich noch jemand an die Fanproteste zu diesen unmöglichen Anstoßzeiten vor ein paar Jahren? Damals mussten die Geldgeier des DFB noch zurückrudern, aber im Zuge der Entertainisierung haben wir diesen Schwachsinn heute wohl völlig antizipiert, jedenfalls sehe ich keinerlei Aufbäumen mehr.

Und der nächste Ungemach steht bereits wieder ins Haus, jetzt sollen Wunderkerzen verboten werden. Ich sehen eine sehr spannende Saison auf uns zukommen, denn ich möchte nicht, dass der FC. St. Pauli sich unter dem Joch der DFL in einen dieser gesichtslosen, familientauglichen Plastikvereine entwickelt, wie sie im sogenannten „Spitzenfußball“ der ersten europäischen Ligen ihr Unwesen treiben.

Eine spannende Saison wird es auch mit Blick auf die zu bereisenden Gegner. Nun, ich werde Flagge zeigen, das hab‘ ich mir fest vorgenommen …

… auch wenn es der Politik, der DFL und der Staatsmacht gefallen sollte mich deswegen zu kriminalisieren. Der FC St. Pauli ist ein Verein mit einer klaren politischen Botschaft: Antikapitalistisch, gegen Rassimus, Homophobie und Sexismus und ich kann daran nichts Kriminelles finden im jeweiligen Gegenteil hingegen schon …(ja, auch im Kapitalismus).

Mal sehen ob es mir diese Saison auch gelingt so viele Spiele zu sehen wie in der letzten Saison. Ein Höhepunkt steht ja für den 13. Spieltag (28.-31.10.2011) ins Haus und zwar das Spiel gegen meine 2. Lieblingsmannschaft, den 1. FC Union Berlin. Nicht nur dass ich hier ein Fußballfest erwarte, ich freue mich auch wahnsinnig darauf so viele Freunde wie möglich hier begrüßen zu können – vielleicht sollten wir einen Event auf Facebook einstellen? 😀 Und ich will diese Saison unbedingt mal ins Ruhrgebiet fahren, da gibt’s noch so ein paar Leute, die ich auch unbedingt mal live und in Action sehen möchte 😉 Wie ich das alles finanziell und beruflich machen soll, steht noch in den Sternen, aber ich werde alles daransetzen… Die Jahreshauptversammlung wird dieses Jahr eine Pflichtveranstaltung, auch wenn ich dafür ein Spiel aus finanziellen Gründen sausen lassen müsste.

Also eigentlich herrliche Aussichten und darauf erhebe ich meine GlasKnolle …

Ach ja, wo werden wir sportlich landen? Nun, ich hätte nichts gegen einen direkten Wiederaufstieg mit Union Berlin als Tabellenzweiten. Ein Platz unter den ersten Fünf wäre klasse, ein einstelliger Tabellenplatz kein Anlass zum Murren. Der Klassenerhalt ist das Minimalziel und wenn wir dieses verfehlen, freue ich mich nächste Saison auf die Begegnungen mit jenen Jungs hier … 😀

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Ade VfB…

Ich habe heute meine Mitgliedschaft beim VfB Stuttgart gekündigt. Das kommt jetzt eigentlich nicht weiter überraschend. Seit Jahren schon schwindet mein Interesse an der ersten Bundesliga und deren Vereinen. Ich werde das nicht nochmal alles durchkauen, wen’s interessiert kann den „Werdegang“ hier im Blog nachlesen.

Was mich nun heute dazu bewogen hat diesen Schritt zu gehen, war eine Hochglanz-Infobroschüre zur bevorstehenden Mitgliederversammlung, die heute in der Post war. Grundsätzlich geht es in dem Pamphlet darum, den Mitgliedern beizubiegen, warum man sich für die designierten Funktionsträger aussprechen soll und warum eine Oppositionsbewegung dem Verein schaden würde.

Einmal mehr wird klar, dass es sich beim VfB Stuttgart keinesfalls um einen Sportverein handelt, sondern nur noch um ein weiteres langweiliges Unternehmen bei dem es einzig und allein nur noch um wirtschaftliche Positionen geht. Die angeführten Argumente sind dementsprechend ohne jegliche sportliche Substanz und die bedingungslose Verteidigung der Regularien der Mafiosi von DFB und DFL sind unerträglich. Ferner wird in der gesamten Publikation immer wieder die in der Bundesliga doch spürbaren Fanbewegungen hin zu mehr Mitglieder- und Fanbeteiligung und weg vom überbordenden Kommerz gedisst und verächtlich gemacht. Das ist nicht das was ich mir als Vereinsmitglied wünsche und bereit bin mit meinen Mitgliedsbeiträgen zu unterstützen.

Um es klar zu sagen: Ich werde weiterhin dem VfB sportlich verbunden bleiben, ähnlich wie ein gläubiger Christ, der aus der Kirche austritt, aber das Schicksal des Vereins geht mir 10 Meter am Arsch vorbei. Ich werde mich in Zukunft mehr dort engagieren, wo das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist.

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Mein WGT 2011

20 Jahre Wave-Gothic-Treffen in Leipzig und es war wieder soooo schön, dass einem der Alltag nur noch bunt und nervtötend vorkommt. Zur meiner persönlichen Erinnerung muss ich natürlich auch noch ein paar Worte loswerden…

Am Donnerstag Abend war ja bereits der Auftakt mit einem Konzert der Bands, die beim ersten WGT dabei waren. Nun, ich war damals nicht dabei, aber zumindest The Eternal Afflict und Love Like Blood standen schon ganz oben auf meiner „Lechz-Liste“. Ich hatte also immer die Möglichkeit in Betracht gezogen schon am Donnerstag anzureisen. Leider fiel dieser Traum der Lohnsklaverei zum Opfer und was noch viel schlimmer war, ich war an diesem Donnerstag sogar noch in Leipzig auf dem Heimweg vom Vogtland. Die Regionalbahn hatte Verspätung, sodass ich meinen Anschlusszug nach Berlin verpasste, d.h. ich musste eine Stunde lang am Leipziger Hauptbahnhof den ganzen glücklichen Gothics neidvolle Blicke zuwerfen ehe ich dem Elend entrinnen konnte. Freilich hätte ich auch direkt da bleiben können aber das hätte bedeutet, dass ich einen 30-Tonner benötigte, nämlich mit dem normalen Gepäck (das schwarze Zeug) und dem Gepäck mit der Verkleidung (Anzug, Hemd und Gerümpel) … außerdem war das Styling noch nicht komplett…

Also Freitag, wie üblich um die Mittagszeit ab nach Leipzig , 1Stunde 15 Minuten mit dem ICE, eigentlich ist Leipzig gleich umme Ecke 🙂

Dann wie immer rein ins Hotel, diesmal ein ganz anderes, aber auch klasse, fertigmachen…

und ab in die Moritzbastei Bändchen holen und Freunde treffen. Es war wieder wie nach Hause kommen *hach* …

Dieses Jahr gab’s ein exorbitant großes Programm, was freilich dem Jubiläum geschuldet war. Es war fast schon zu viel, denn man hätte sich echt zerreissen müssen um alles zu sehen, was einen interessiert. Ich habe die Planung ja schon im Vorfeld aufgegeben und beschlossen mich treiben zu lassen. Insofern kam der musikalische Teil diesmal etwas zu kurz, aber das WGT ist auch kein Musikfestival sondern ein Treffen und da kann das schon mal passieren. Trotzdem war ich von dem was ich gesehen habe ziemlich begeistert …

…bis auf die Misfits. Was war denn da los? Ich hatte mich so darauf gefreut, aber schon als der Techniker beim abschließenden Soundcheck den Daumen nach oben für mehr Lautstärke hob, schwante mir Böses. Als es dann mit Halloween losging war das nur noch Krach und die große Flucht begann …später hab‘ ich nochmal nachgefragt – es wurde nicht besser. Das war absolut enttäuschend…

Dabei blieb es aber auch was die Enttäuschungen anbelangt. Ganz klasse war das Spontis Familiy Treffen, ich liebe es ja bekanntlich meine virtuellen Bekanntschaften aus Twitter, Facebook, Blogs etc. im RL kennenzulernen und Herr Frost hat es ermöglicht, dass ich mir  neue Kerben in mein reales Leben schnitzen kann. Einen Dank an Alle, die dabei waren …

Auch mal etwas ganz Neues war das sog. Gabelfrühstück im Ring-Café, also ein Brunch, aber was für einer. Zugegeben nicht eben günstig, aber preiswert angesichts des Gebotenen und die Location ist ein absoluter Traum. Das ist eine absolute Empfehlung und zwar so absolut, dass ich vor lauter Begeisterung vergessen habe Bilder zu machen.

Das Wetter war übrigens großartig und bei den seltenen Ausrutschern waren die einschlägigen Helfer immer am Mensch …

Des nächtens war wie immer Abtanzen angesagt und meine neue Fitness (pssst …ungotisch) bedingt, dass ich mittlerweile zum Tanzbär mutiere. 3 x Moritzbastei und 1x The Cure/Depeche Mode-Party im 4rooms, wo man mich schon fast gewaltsam raustreiben  musste noch bevor der Hahn dreimal krähte …

Das dann am letzten Abend noch fast der Vollmond über der Moritzbastei schwebte machte den Abschied noch doppelt und dreifach so schwer …

Jetzt heißt es wieder ein Jahr warten bis man endlich wieder so sein darf, wie man immer sein will… SCHWARZ!!!

Hier gibt’s noch ein paar Bilder…

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WGT 2011 – Prolog

Es ist wieder soweit und diesmal zum 20.Mal …ich freue mich riesig. Ich hab’s aufgegeben mir ein Programm zusammenzustellen, es ist einfach alles klasse und ich werde mich richtig schön treiben lassen…

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