Aufruf zur Gewalt!

Fuck DFL

Also gut, der Ligaverband hat nun dieses Machwerk „sicheres Stadionerlebnis“ durchgewunken. Wundert sich jemand wirklich? Nein! Gut, ein wenig Hoffnung konnte man nach dem Fangipfel am 1.November in Berlin schon haben. Es wurde ja von der Gegenseite immer wieder Dialogbereitschaft kolportiert. Aber letztendlich waren es alles nur Lippenbekenntnisse. Nochmal: Wundert sich jemand?

Der DFB / die DFL als willfährige Handlanger populistischer Sicherheitspolitiker? Haben Friedrich und seine Spießgesellen Caffier, Schünemann, Bouffier und Co. wirklich die Macht einem DFB an’s Bein zu pissen? Wohl kaum, schließlich haben Sie so gut wie keine Handhabe für Ihre Überwachungs- und Repressionsfantasien. Das Stadion ist ein privater Bereich und die Einflussmöglichkeiten der Politik, insbesondere mittels Gesetzgebung, doch stark limitiert. Wie ich bereits schrub, diese „Herren“ sind nur hinter billigen Wählerstimmen her und mehr nicht…

Den Idioten von der DFL (Sorry, aber ich habe vor diesen Leute einfach keinen Respekt mehr), allen voran Oberschwachkopf Rauball, kommt doch diese Politikerposse gerade recht. Auch nicht wirklich überraschend, wo es doch nur darum geht, dass der Rubel rollt. Das tut er natürlich nicht mit Stehplätzen und prekären Ultras sondern mit solventen Mittelklassefamilien, Firmenkunden in Logen und sonstigem Eventgezücht. Der gemeine Fan, der kritische gar noch, der stört doch nur und wirklich brauchen tut man ihn nur für die Kulisse und da kann man ja auch ein paar Jubelperser bezahlen und kontrolliert ein paar „Pyros“ abbrennen. Dass Arschkriecher wie die Präsidiumsmitglieder des FC Bauern und ähnlicher Unsympathen der Liga da mitspielen verwundert auch nicht, auch sie interessiert nur das große Geschäft. Schaut nach England, da werden Milliarden umgesetzt auch ohne Stimmung im Stadion, das können wir auch. Und damit Rummenigge & Konsorten gut dastehen kommt Ihnen ein Innenminister aus Bayern gerade recht. Alles überhaupt keine Überraschung…

Also, wenn das so ist und sich hier jeder verhält wie man es von ihm erwartet, dann muss ich mich ja auch nicht zurückhalten. Schließlich bin ich ja per Beschluss als Fußballfan ein nutzloser Gewalttäter, der nur deshalb noch frei rumläuft, weil man Gedankenverbrechen ja noch nicht so richtig überwachen, nacktscannen und vorratsdatenspeichern kann. Als Fußballfan ist es sozusagen meine Pflicht nun zum Widerstand aufzurufen und zwar in all seinen Facetten. Egal ob ziviler Ungehorsam, Terror oder bewaffneter Widerstand. Die DFL hat mich mit Ihrer Abstimmung dazu legitimiert. Leider verfüge ich nicht über die finanziellen und logistischen Mitteln eines Profikillers und als völlig verpeilter Heimwerker ist Bombenbau auch nicht gerade meine Stärke, also werde ich mich auf andere Formen des Widerstands festlegen müssen. Auch wenn dies bedeuten würden nie wieder ein Fußballstadion zu betreten oder vielleicht in letzter Konsequenz dem Profifußball den Rücken zu kehren.

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9 Responses to Aufruf zur Gewalt!

  1. Jeky says:

    Aufrufe zu Gewalt, Terror und bewaffnetem Widerstand wegen des #DFL Sicherheitspapiers sind deutlich jenseits meiner Toleranzgrenze.

    • foxxi says:

      Jeky, natürlich auch jenseits meiner Toleranzgrenze, so wie die gesamte beschissene Diskussion, die von vornherein jeglicher Grundlage entbehrte.

      Ich denke keiner von uns hat nur eine Sekunde damit gerechnet, dass das Papier nicht durchgewunken wird. Keiner hat sich nur annähernd Hoffnung gemacht, dass die Faktenlage berücksichtigt wird und die Politik mit diesem Argument eine Absage erhält. Wir alle wußten im Vorfeld schon die Argumente die, die DFL und die Ja-Sager-Vereine nun ins Felde führen würden. Desweiteren wissen wir doch ganz genau, dass es ein Trugschluss ist, jetzt von einer „befriedigten Politik“ in dieser Angelegenheit zu sprechen. Das nächste Ereignis steht bevor und wird dann wieder von der Politik populistisch ausgeschlachtet. Also hat sich jeder Beteiligte genau so verhalten wie wir es erwartet hatten (löbliche Ausnahme, auch in den Argumenten, ist der 1. FC Union Berlin, wir mussten unsere Herren zwar zum Jagen tragen, aber immerhin wurde auf die Mitglieder gehört) und genau das mache ich in diesem Blogpost auch. Ich mache das was man von einem potentiellen Gewalttäter, und nichts anderes sind wir in den Augen der politisch und medial aufgehetzten Öffentlichkeit, erwartet: Ich äußere mich gewalttätig…

      Ich bin es leid immer sachlich und besonnen zu bleiben. Nicht ich bin der Radikale, sondern Friedrich und seine Innenministerbande (radikaler Stimmenfang) sowie die Funktionäre der DFL (marktradikal). Und da weiche ich keine Handbreit von meiner Meinung ab, denn, ich wiederhole mich, die Faktenlage zeigt 0,0 Handlungsbedarf.

      Es ist aus meiner Sicht grundsätzlich falsch wegen nichts und wieder nichts Maßnahmen zu beschließen oder Zugeständnisse zu machen. Das passiert immer häufiger in dieser Republik. Prominente Beispiele sind Zensursula oder die gesamte Antiterror-Gesetzgebung. Ein Entgegenkommen der „Gegenseite“ findet nicht statt oder glauben Sie ernsthaft an die „Dialogangebote“ in diesem Pamphlet? Kennzeichnung von Polizeibeamten bei Fußballspielen, dass wäre mal eine innovative Maßnahme, aber das einzige was es gab, war eine (verbale) Abmilderung weiterer Repressionsmaßnahmen. Die Drohkulissen der Politik und der DFL bleiben weiterhin bestehen.

      Wie ich auf Twitter lesen konnte, habe ich wohl mit diesem Post die beabsichtigte Wirkung erzielt. Auf einen groben Klotz gehört nun mal ein grober Keil. Ich kann aus dem kompletten Vorgang nichts Positives ziehen. Wenn jetzt andere sagen, es hätte schlimmer kommen können, sage ich, es hätte zu gar nichts kommen müssen. Man muss nicht immer überall den Konsens suchen, vor allem nicht, wenn es darum geht, dass einzelne Personen nur ihrem persönlichen Vorteil nachgehen.

      Wie ich bereits bemerkte, liegt es mir fern in diesem Fall gewalttätig zu werden, zumal es wirklich nicht meinen persönlichen Möglichkeiten entspricht, aber ich bin gewillt auf jede nur erdenkliche (sinnvolle) Art gegen dieses „Papier“, bzw. gegen so ein Vorgehen Widerstand zu leisten.

  2. Gabi says:

    nach deinem kommentar dazu komm ich mit diesem Beitrag jetzt besser klar 🙂 beim ersten lesen haben sich mir doch teilweise die nackenhaare aufgestellt…
    dass diese dfl-sicherheitspapier posse völlig daneben ist, darüber brauchen wir nicht zu streiten. doch so wie bei diesem thema die emotionen hochkochen, könnte der letzte satz in deinem beitrag leicht überlesen werden und der ein oder andere die ironie bzw. das überziehen nicht erkennen.

    • foxxi says:

      Vielleicht muss ich auch mal wieder mein politisches „Online-Treiben“ erklären. Ich äußere mich ja grundsätzlich eher extremer, weil ich damit ja Reaktionen provozieren möchte. Ich liebe das Internet aufgrund seiner Interaktivität, welche in krassem Gegensatz zu den herkömmlichen Medien steht. Unterschiedliche Standpunkte in Diskussionen führen bei mir zu Lernprozessen und manchmal ändert sich meine Sichtweise zu bestimmten Themen ganz wesentlich dabei. Aber um diese Reaktionen zu triggern, braucht es eben auch eine eindeutige Aussage und in meinem Fall umso stärker, denn ich gehöre ja nicht zu den Meinungsführern im Internet 🙂

      Zurück zum Thema: Mich stört dieses gottergebene „Das-war-schon-immer-so“. Ich bin Pirat und mein Hauptanliegen ist eine Änderung im politischen Handeln und Denken derer, die WIR wählen herbeizuführen. Ich will auf die Dauer keine populistischen Politikclowns mehr in Spitzenämtern sehen und ja, dafür „kämpfe“ ich auch. Ferner setze ich mich für ein gesellschaftliches Umdenken in Bezug auf „ökonomisches“ Handeln ein. Das dies nicht von heute auf morgen geht ist klar, aber es funktioniert noch weniger, wenn man dauernd nur Zugeständnisse an den Status Quo macht.

      So, das wäre jetzt wohl eigentlich ein eigener Blogpost gewesen 🙂

  3. Jeky says:

    Wenn Du davon ausgehen könntest, dass jeder Dich kennt und weiß, dass eigentlich ein extra Blogpost dazugehören müsste, dann ist das eine Sache. Aber Du veröffentlichst – mit Betonung auf öffentlich- ohne jegliche Erklärung und dann wird es 1:1 übertragen. Selbst bei Leuten, die Dich kennen. Provokation und Herausforderung ist eins, aber dieser Blogpost steht als das, was drinsteht und eben auch das, was man erwartet. Genauso, wie ich erwarte, dass am Samstag in den Auswärtskurven gezündelt wird -und dieser Blogbeitrag- dann genau zu diesen dummen Aktionen passt, erwartet der „szeneunkundige“ Leser das hier auch.

    Sarkasmus ist ein Instrument, dessen ich mich selbst oft bediene, aber gerade bei öffentlichen Statements achte ich drauf, dass es auch der letzte als solchen begreift, zur Not mit dem Sarkasmus-Tag. Aufrufe zur Gewalt in dieser Form in einer aufgeheizten Atmosphäre wie dieser, wo von Tod und Ende die Rede ist, kommen ganz schlecht an. Offenbar nicht an der richtigen Adresse. Ohne Erläuterung. Die später wahrscheinlich keiner liest.

  4. Jeky says:

    Was unseren nachzüglerischen Verein angeht, sehe ich da nicht wirklich Grund zum Jubeln. Man hat nachweislich von Anfang an eine andere Position gehabt, am Papier mitgearbeitet (was ich persönlich gut fand) und ist auf immensen Druck auf einen Einzelnen in erster Linie, dann weggebrochen. Dass man bei der Abstimmung problemlos den Fans ein Leckerli hinwerfen konnte im Bewusstsein, dass das Sing glatt durchgeht und man nichts „kaputtmacht“ beim DFB, war das doch nichts anderes als Schönheitsreparatur.
    Das als Erfolg zu feiern, ist sehr… positivistisch, um es vorsichtig zu formulieren. Einzig Union Berlin hat das von Anfang an gemacht und müsste im Grunde in letzter Konsequenz den Ligabetrieb verlassen. Aber weder macht das Union Berlin noch werden die Fans in Scharen den Stadien fernbleiben und daher ist das alles nichts anderes als heiße Luft. So lange für den DFB UND die Vereine die wichtigsten Dinge bleiben -Geld und Zuschauer- ist dieses ganze Protestieren nur für die Galerie.

    Konsequenz ist etwas, was die Verantwortlichen nicht erwarten können, die Auswärtskurven werden am nächsten Spieltag wieder voll sein und die Heinmkurven auch. Und wenn es brennt, kostet es wieder Geld. Wie zuvor auch.

    Du solltest Dir mal den „Hangout“ von gestern bei saumselig anhören, das ist eine Auseinandersetzung, die dem ganzen auch diesen grauslichen Hype entzieht. Die 47 Seiten des Punkte-Plans komplett lesen hat schon andere überrascht. Es gibt kaum etwas, was es nicht vorher auch schon gab. Es steht nur jetzt da in dem Papier.

    Und wenn man sich ereifern möchte, dann doch bei den 31 Vereinen (+ 1 im Sinn), die das durchwinken und denen ihre Fans (zumindest ein Teil davon) offenbar egal sind. Zumindest so egal, dass auch sie keine Konsequenzen zu tragen bereit sind.

    Acuh das hätte ein Blogpost werden können.

  5. Jeky says:

    Ach ja, eins noch: wenn im Vorfeld eines Sarkasmusfestivals nicht auf Beleidigungen (Idioten, Oberschwachkopf, Arschkriecher etc.) verzichtet wird, ist es im Nachhinein noch schwerer einzuordnen. Das macht die Sache nämlich dann „rund“. Sarkasmus ist bissig, spöttisch, grenzwertig. Dein Text ist das nicht und bringt die Botschaft, die Du hast, eben anders rüber. Und das finde ich gefährlich und nicht zielführend. Meine persönliche Meinung.

  6. Pingback: Tägliche Blog- und Presseschau des magischen FCSP, 14.12.2012 | Blutgrätsche Deluxe

  7. foxxi says:

    1.
    Der Post ist nicht sarkastisch und auch nicht ironisch. Er hat nichts mit Hohn und Spott zu tun, sondern er drückt aus, was ich hinsichtlich solcher Diskussionen vor einem völlig unnützen Hintergrund halte. Es geht mir darum zu zeigen, dass jeder nur genau das macht, was man von ihm erwartet, ohne sich überhaupt einmal innovativ mit etwas auseinanderzusetzen. Sicher wird am Wochenende wieder gezündelt und die Antwort wird wieder eine noch verstärktere Polizeipräsenz und ein erhöhtes Null-Toleranz-Vorgehen sein.

    Sich im Vorfeld jedoch die Faktenlage zu eigen machen, wie vielfach von Fanseite geschehen, wurde nie wirklich thematisiert, denn dann wäre es unangenehm geworden. Der Schluss wäre nämlich dann gewesen aufgrund der sinkenden Gewalt gemessen an den enorm gestiegenen Besucherzahlen, das Papier in die Tonne zu treten und von staatlicher Seite aus eine Abrüstung zu initiieren. So haben wir wieder eine völlig uninspirierte „wir-haben-etwas-getan-Aktion“ und die Masse klopft sich auf die Schulter, dass man ja das Schlimmste verhindert hat. Jeky, ich will das nicht mehr unterstützen.

    Ich habe das Hangout gesehen und ich habe auch die sehr ausführliche Stellungnahme von Energie Cottbus gelesen. Ja, sicher ist das nicht falsch, was dort gesagt und geschrieben wurde und in Bezug auf unser Millerntor mache ich mir auch für die nahe Zukunft keine großen Gedanken. Zu den Bauern fahre ich eh‘ nicht und ob ich in Zukunft vor diesem Hintergrund auswärts nach Braunschweig oder Dresden fahre wird man sehen. Aber diese unaufgeregten, sachlichen und wohlbegründeten Ausführungen werden schlussendlich auch nichts bewirken und sind Wasser auf den Mühlen derjenigen, die weiter in Richtung Fanstigmatisierung und Kommerz wollen. Und Jeky, das werden sie weiter versuchen, das steht bei mir ausser Frage, solange es nicht wirklich ein Umdenken gibt.

    Insofern sind die „Beleidigungen“ durchaus ernst gemeint, genau wie diese Figuren mich ungestraft mit grenzdebilen „Fans“ (was m.M.n. selbst im Ultrabereich höchstens im Promillebereich liegt) in einen Topf werfen. Genau wie ich ohne mich wehren zu können, von vermummten und vollgeschützten Polizeieinheiten eingekesselt werden kann, nur weil ich Vereinsfarben trage. Es ist so, ich denke ich könnte mit diesen Typen kein Wort wechseln, weil ihre Argumentationen für mich völlig gegenstandslos sind und sie soviel Veränderungswillen zeigen wie der Papst bei der Abtreibung.

    2.
    Gerade wer mich nicht kennt, wird sich über so einen Blogpost echauffieren. Dass er/sie/es nicht per Kommentar öffentlich macht ist Pech, aber leider systemimanent. Genauso, wie das „Nachlesen“ von Kommentaren. Aber immerhin bietet sich die Möglichkeit, was bei den herkömmlichen Medien eben nicht der Fall ist. Und für den Fall, dass mir jemand nachträglich dafür an die Karre fahren möchte, stehen die Kommentare und Erklärungen für alle sichtbar im Netz. Auch hier müssen wir lernen, mit so etwas umzugehen. Das dies auch schmerzlich sein kann, wenn z.B. gute Freunde einen falsch interpretieren, dann ist das eben auch Teil des Veränderungsprozesses.

    3.
    Und schließlich noch ein Wort zum FC St. Pauli: Freilich jubel ich nicht, aber ich bin schon zufrieden, dass der Beschluss der Hauptversammlung umgesetzt wurde. Zum Glück war die JHV noch vorher. Ich hoffe jedoch, dass die Vereinsführung aus diesen Vorgängen etwas gelernt hat und in Zukunft die Belange der Mitglieder im Vorfeld abfragt. Stolz bin ich allerdings auf die Mitglieder, die offensichtlich einen genügend großen Einfluss auf das Präsidium des FC St. Pauli haben um so eine Entscheidung zu ermöglichen. Ich will nicht wissen, wieviele Fans anderer Vereine sich grämen, weil ihr Vereinspräsidium zugestimmt hat.

    Und 4.
    Jeky, ich sehe das alles nicht als Kampf gegen Windmühlen und bin auch nicht bereit anlässlich der Realität (die sich wahrscheinlich genauso darstellen wird, wie Sie es prognostizieren) zu kapitulieren. Steter Tropfen höhlt den Stein, aber eine gewisse „Größe“ brauchen die Tropfen eben auch…

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