Eiertänze

Im Gegensatz zu den Eiern, die uns die Fische legten, waren diese hier höchstwillkommen wenn auch strengenommen einen Tag zu früh. Als guter Ex-Katholik hielt ich mich auch einigermaßen an das Fleischverbot an den Kartagen (ist ja nicht nur der Freitag, Jesus war ja 2 Tage tot) und stärkte mich mit Bier, Rühreiern, Krabben und eben jenen von Frau @TantePolly handbeklebten Eiern. Eigentlich ein Wunder, dass ich am Abend noch über den Kiez laufen konnte ohne das mein Geld an zwielichtige Angebote verlustig ging.

Zum Spiel, dessen Verlauf und Implikationen möchte ich nichts mehr sagen, dass machen andere viel besser und es gibt Dinge, die sollte man ruhen lassen…

Was man allerdings wirklich betonen muss ist: a.) Es ist noch nicht vorbei und dieseshalberdestowegen halte ich meine Erstliganalyse zurück bis zum Ende (nicht zum „bitteren“, soviel kann ich jetzt schon sagen) und b.) Egal was auch geschieht: Der FC Sankt Pauli, „die Bezugsgruppe“ und die tolle Atmosphäre am Millerntor, das alles wird weiter existieren und mehr muss man als Fußballfan eigentlich auch gar nicht erwarten …

Das Herz von St. Pauli – Kurzversion in braun-weiß

Was mich ein wenig nachdenklich stimmt ist meine mögliche, höchst zweifelhafte Existens als Seuchenvogel …ja richtig, ich trage mich ein wenig mit den sorgenvollen Gedanken, dass es möglicherweise meine Anwesenheit ist, die es einer von mir favorisierten Mannschaft nicht erlaubt zu gewinnen. Ich schließe das aus folgendem Sachverhalt:

Am Ostersonntag war ich auf maximale Tagesausbeute gebürstet und so beschloss ich kurzfristig mich auf’s Fahrrad zu schwingen um die 13 Kilometer an die alte Försterei zu radeln und dort einen Unioner Heimsieg gegen die zweite Mannschaft von Wolfsburg zu sehen. Wenn man die Ticketproblematik am Millerntor kennt überträgt man dies automatisch auch auf andere Vereine und als ich schließlich am Stadion angekommen war, begann auch gleich eine hektische Suche nach einem Ticket und zwar bis ich auf die glorreiche Idee kam einfach an der Kasse eines zu kaufen *kopschüttel* …aber so ist das eben.

Anschließend ging’s auf eine ostermäßig standesgemäße Suche nach zwei versteckten EiernFreunden, was sich als müh- aber auch sehr unterhaltsam und schließlich auch erfolgreich darstellte, wähnte ich die beiden nicht gerade unter den Unioner Ultras, aber so hatte ich wenigstens dank Madleen & Mark die geballte Ladung Atmosphäre …

Stadionatmosphäre 1. FC Union Berlin in der alten Försterei

Gut, Union und Ingolstadt sind beide durch mit ihren Saisonzielen, insofern war nicht gerade Beineausreißen angesagt, aber allein aufgrund der Chancen hätte Union einen lockeren Dreier einfahren müssen, aber es wurde nur ein Unentschieden und da kommt nun mein etwaiger Seuchenvogelstatus ins Spiel und ich sage das nicht nur um mich selbst zu kasteien, dieses Argument wurde auch schon, wenn auch zaghaft scherzhaft, von anderer Seite geäußert. Ich werde das mal empirisch untersuchen, allerdings erst wenn ich Lust dazu habe.

Danach bin ich zurückgeradelt und habe mir auf dem heimische Balkon die Sonne auf den Bauch brennen lassen, bis diese schließlich weg war und ich mich wieder zum Joggen in den Volkspark begab. In brotartig fertigem Zustand habe ich mich anschließend erstmal noch auf das Sofa gefläzt und ein wenig geschlafen um fit genug zu sein für die nächtliche Sause, die Trashcave im Bassy Club. Das Aufrüschen war zwar etwas komplizierter, weil ich mich mal wieder an Kontaktlinsen wagte und ich dabei einfach keine Übung habe, aber schließlich waren die Dinger appliziert und nach ca. 30 Minuten war die Reizung soweit abgeklungen, dass ich mir zumindest die Wimpern tuschen konnte …aber egal, dass war es wert. Im Gegensatz zum Jahr zuvor hatten die Veranstalter etwas mehr Wert auf den eigentlichen Hintergrund der Party gelegt und somit war das Publikum zum weitaus größten Teil eine Augenweide …ich hoffe schwer, es wird im Netz auch ein paar Bilder geben. Mir jedenfalls hat’s gefallen und nichtmal diese blöden Viecher konnten mir heute morgen um 05:00h die Laune verderben …

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