In der 88. Minute …

… ist dem Fußballgott eingefallen, dass er einen VW fährt. Anders ist das nicht zu erklären, denn was der magische FC da gestern ablieferte war eigentlich 6 Punkte würdig. Aber schon das 1:0 war eine Farce und damit mein‘ ich nicht die Fehlentscheidung des ansonsten sehr passabel agierenden Schiedsrichters Dr. Brych, sondern wiederum das Pech des Tüchtigen. Zu diesem Zeitpunkt hätte es eigentlich schon 3:0 (ok :1, der Pfosten) für St. Pauli heißen müssen. Wolfsburg war grottenschlecht und damit mein‘ ich nicht nur die Fußballer, sondern auch deren Fans. Eins wurde gestern wieder einmal völlig klar (und die Spatzen twittern es ja auch von den Dächern) wenn’s um Fußball geht ist Sankt Pauli wahrlich die einzige Möglichkeit und dabei ist die Liga scheißegal!

Wir, d.h. die fiebergesenkte Frau @jana_log und ich, sind gestern mit dem Bus nach Wolfsburg gefahren. Organisiert wurde das Ganze von den Reisejunkies aus dem Oberbaumeck. Und das mal gleich vorweg: Jungs, gut gemacht und ich hoffe inständig, dass ihr euer Malheur in den Griff bekommt (Insider), ich freue mich schon jetzt auf das nächste Mal!! Ausgestattet mit diversen Frühstücksutensilien ging’s um 11.00h vom S-Bahnhof Storkower Straße in diese Fabrik mit angeschlossenen Arbeiterbaracken auch Wolfsburg genannt …

… es tut mir leid das sagen zu müssen, aber in dieser „Stadt“ möchte ich echt nicht tot über den(m)1 Zaun hängen, aber das muss ich ja auch nicht. Angekommen an der VW-Arena ist dann der Weg vom Bus zum Eingang in den Gästeblock angenehm kurz und übersichtlich, logistisch natürlich nicht schlecht und so war es kein großes Hexenwerk den Herrn @bucanero1910 zu treffen, dem ich noch ein Paket Agitationsmaterial überreichen musste. Nach Erhalt unserer Karten betraten wir also das Stadion durch eine Torkonstruktion, die mich stark an die Separationsgitter von Schlachthöfen erinnerte kurz bevor man dem Vieh den Bolzen ins Hirn schießt. Es ist schon toll, was man so als Fußballfan auf sich nehmen muss, so als potentieller Gefährder. Die Farce wurde dann noch perfekt gemacht, als der Sicherheitsscherge am Eingang zunächst eingehend meinen Lippenstift untersuchte (ich hätte damit wahrscheinlich die Treppenstufen einfetten können um so Leib und Leben Unschuldiger zu gefährden) und ich dann meinen Stapel Panini-Sammelbilder abgeben musste um einen möglichen Sachschaden durch Vandalismus zu vermeiden (das ist kein Witz!!).

Über die Plätze konnte man allerdings nicht meckern, der Winkel zum Spielfeld war in Ordnung und auf den Kommerzoverkill incl. bankgesponsortem Zeppelin waren wir ja vorbereitet…

Die Stimmung im Gästeblock war sagenhaft und die unsägliche Beschallung der Stadionlautsprecher wurde bestens kompensiert. Das wunderschöne „You’ll never walk alone“ wurde durch die Akustik der „Ecke“ zum absoluten Gänsehauterzeuger. Wir feierten unseren magischen FC in unserer Kurve noch, als der Rest des Stadions sich schon fast zur Gänze geleert hatte. Und hatte ich schon vorher die Vorstellung von Willi Deutschmann als einen typischen Wolfsburger Eingeborenen, so wurde dieser Eindruck endgültig zementiert als irgendein Volkslied in der Halbzeitpause (jemand hat wohl das Niedersachsenlied, gesungen von Heino, identifiziert) aus der Stadionanlage trällerte.

Nach dem Spiel haben wir dann noch die Herren @sparschaeler und @textundblog getroffen und vor dem Bus noch einen kleinen Klönschnack abgehalten, bevor wir dann eben jenen enterten, wo wir dank Frau @jana_logs bekühlakkutem Kühlbeutel noch ein paar schöne kalte Astras vernichten konnten. Gegen 22:00h waren wir wieder am S-Bahnhof Storkower Straße in Berlin wo ein schöner, wenn auch nicht ganz befriedigender Tag schließlich zuende ging.

Am Samstag geht’s wieder nach Hamburg, in ein richtiges Fußballstadion und mit der Hoffnung, dass der Fussballgott nicht auch noch Becks-Trinker ist…

  1. hihihihihi []
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One Response to In der 88. Minute …

  1. Markus says:

    Der Fußballgott trinkt am kommenden Samstag Astra. Freue mich auf ein so rasches Wiedersehen. Forza FC St. Pauli!

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