Fantasy Film Fest Nights 2011 – Tag 2

Nachdem ich mich gestern beim mittäglichen (!) JoggenHindernislauf durch den Volkspark Friedrichshain bei strahlendem Sonnenschein völlig verausgabte (weiß der Henker warum), war ich ein wenig besorgt ob es mir gelingen würde zwei Filme hintereinander ohne Einnicken zu überstehen. Doch diese Sorge war unbegründet. Los ging’s mit der spitzenmäßigen Pseudo-Doku „The Troll Hunter“ …

Die Story beginnt Blair-Witch-mäßig indem dem Zuschauer erzählt wird, dass einer Fernsehstation eine Festplatte zugespielt wurde, die schier Unglaubliches enthält. Do I need to say more? Was dann folgt ist gnadenlos lustig …oder nicht, wer weiß? Selber anschauen hilft, der Film kommt Anfang April in die Kinos 🙂

Anschließend gab’s den Rape & Revenge Film „I Spit On Your Grave„, welcher ein Remake des gleichnamigen Films von 1978 ist.

Ich habe den Originalfilm nie gesehen, deshalb kann ich auch keinen Vergleich ziehen. Jennifer (Sarah Butler) ist eine Schriftstellerin, die sich in eine Lodge in einer Waldgegend irgendwo in den USA einmietet um an einem Buch zu arbeiten. Gleich zu Beginn kommt sie in Kontakt mit ein paar eingeborenen Hillbillies und es braucht nicht viel Fantasie in was das Ganze endet. Die folgenden Demütigungen und Vergewaltigungen sind schier unerträglich, bauen allerdings eine dermaßen aggressive Stimmung auf, die sich dann beim Zuschauer wohlig entlädt, wenn Jennifer ihre Peiniger einen nach dem anderen aus dem Gen-Pool schubst. Das alles natürlich einfallsreich und äußerst blutig, wobei das alttestamentarische „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ durchaus wörtlich zu verstehen ist.

Ich habe immer so meine Schwierigkeiten mit diesem Genre. Die Intensität der Bilder des Films lassen wenig Spielraum für ein Verständnis für die Täter und das ist schon erschreckend in Hinblick auf die Komplexe Rache & Selbstjustiz. Eine attraktive Frau alleine in einer Waldhütte umringt von primitiven, inzuchtgeschädigten Landeiern, bei diesem Bild läuft sofort das Selber-Schuld-Geschwurbel wie ein Pawlowscher Reflex ab und erschreckt sogar noch mehr …ich weiß es nicht. Wenig erhellend auch das anschließende Q & A mit der (sehr sympathischen) Hauptdarstellerin selber. Zwar sei allen am Set die Tragik bewußt gewesen und es gab anscheinend reichlich Tränen und Schuldgefühle, aber andererseits ist es einfach ein amerikanischer Slasher, Torture-Porn ohne Sinn, wenn man das hervorrufen schlechter Gefühle nicht als „Tiefgang“ interpretiert. Gut man kann den Film anschauen, man muss es aber nicht …

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2 Responses to Fantasy Film Fest Nights 2011 – Tag 2

  1. Klaus says:

    Wirklich Nice! Gefaellt mir! Wo ist denn der Facebook-Like-Button?

  2. foxxi says:

    Ach, den braucht’s doch nicht, oder?

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