Faires Tor

So, drei Punkte eingefahren und das über alle Maßen verdient. Das Tor war ein abgefälschter Freistoßtreffer und selbst der „Eigentorschütze“ Christian Tiffert bezweifelte im Interview des aktuellen Sportstudios, dass man sowas als Eigentor bezeichnet. Verdient war der Sieg auch schon deshalb weil St. Pauli Kaiserslautern während des gesamten Spielverlaufs überlegen war. Die Pfälzer hatten zwar manchmal eine gewisse optische Überlegenheit nur gefährlich waren sie nie …zumindest nach 90 Min. +2 nicht….

…natürlich musste man wieder Zittern und das lag nicht nur an der Witterung. Fast pünktlich sind wir wieder angetreten um dem magischen FC St. Pauli auf der Nord zu huldigen und es wurde uns gleich zu Beginn zumindest warm ums Herz als die Mannschaft unter den Klängen von Hells Bells das Stadion betrat, St. Pauli-Millerntor-Feeling eben …

Trotz aller Zuversicht hinterließen die vorhergegangenen Spiele bei mir ein gewisses Unbehagen. Die Mannschaft spielte stark, schnell, kraftvoll, manchmal vielleicht zu unpräzise aber vorallem inkonsequent bei der Chancenverwertung. „Schieß doch mal“, „zieh‘ ab“ waren die Standardrufe der letzten Spieltage, wenn immer einer der Boys in brown vor dem Tor auftauchte. Und dann diese permanente Angst vor dem gegnerischen „Glückstreffer“, der Moment der Unaufmerksamkeit, welcher die so wichtigen drei Punkte kostet. Die Frage nach dem „warum-sollte-das-ausgerechnet-heute-anders-sein?“ Und das war es natürlich auch nicht, wieder wurden die Chancen nicht genutzt und die Angst vor dem gegnerische „Glückstreffer“ war bis zum Apfiff allgegenwärtig …

Also es war ein durchaus verdienter Sieg mit einer gehörigen Portion Glück. Sehr gut war die Abwehrleistung, die jede Lauterer Angriffsbemühung im Keim erstickte. Was das Glück (oder auch Dussel) angeht hab‘ ich keine Gewissensbisse. Es gibt Mannschaften, die werden mit sowas permanent deutscher Meister und in den letzten Spielen hatte St. Pauli ein Vielfaches an Pech zu verkraften …

Das war mein erstes Flutlichtspiel am Millerntor und es ist lange her, das ich bei -8°C in einem Fussballstadion stand, aber es war wieder mal ein ganz besonderes Erlebnis. Und wenn man nach einem erfolgreichen Spiel in der Domschänke mit einer Astraknolle in der Hand mit großartigen Menschen Shanties singt und bis um 01.30h in der Scheune klönt, dann ist das einfach alles Klasse. Und dank anderen großartigen Freunden hat man am morgen beim Frühstück so einen Ausblick über die Alster…

Bevor ich in die Hauptstadt zurückkehrte bin ich nochmal zurück ans Millerntor…

…um die Fortsetzung dieser Geschichten zu sichern:

Die Mitwirkenden:

Hauptdarsteller:

Zeitweise:

Die Sänger:

Im Geiste oder anderweitig anwesend:

Special thanks to Barbara & Claudia für Speiß & Trank, Obdach & Beleuchtung

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2 Responses to Faires Tor

  1. Aquii says:

    Siehste, nu ist unsere Fußballwelt wieder in Ordnung, Erst ein dreckiger Heimsieg am Freitag, dann eine erwartete Auswärtsniederlage im Breisgau und zum Abschluss noch lange Nasen beim östlichsten aller Bundesligavereine.

    Und hier der ultimative Tipp für nächstes Wochenende: 55 Minuten ansehen was der Gegner kann, dabei kein Gegentreffer fangen, dann ein eigenes Tor machen und kurz darauf ein weiteres, alles gelassen herunterspielen und 3 Punkte mitnehmen 😉

  2. foxxi says:

    Ja, Aquii, Dein Wort in Göttins Gehörgang. Ich wäre auch mal wieder für so einen richtige Feiersieg ohne dauerhafte Koronargefäßschädigung…

    Nun, ich muss morgen nochmal für die Eisernen Daumendrücken, das Wochenden ist ja dank diesem §$%&/?-DFB um einen Tag verlängert.

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