We love St. Pauli …

Kurzentschlossen bin ich gestern nach Hamburg gefahren um bei der Aufstiegsparty des FC St. Pauli mitzuwirken. Dank der Bahncard ist das auch erschwinglich und mit 1 Stunde und 35 Minuten mit dem ICE ist Hamburg ja eigentlich nur ein Vorort von Berlin. Nachdem nun in der Hauptstadt der Bundesligafussball abgeschafft wurde ist es somit nur folgerichtig in eben jenen Vorort zu reisen um Bundesligafußball zu sehen und vorallem zu zelebrieren ..

Der FC St. Pauli ist ja nun nicht gerade ein Verein für zartbesaitete Häppchenfresser und da mutet es schon ein wenig komisch an, wenn man schwarzgewandet mit Jolly Roger auf der breiten Brust sich nach der Ankunft in Hamburg nicht vom Hauptbahnhof direkt Richtung Millerntor und Reeperbahn begibt, sondern sitzenbleibt und an der Station Dammtor aussteigt und in die mondäne Welt rund um die Alster eintaucht um erstmal die charmante Begleitung für den Tag abzuholen. Die Paläste der protestantischen Arbeitsethik werde aber aufgelockert durch geschickt platzierte Poster von überaus genialen Bands, so dass sich auch ein Schwarzkittel wohlfühlt – Hamburg war schon immer sehr tolerant …

Aber schlussendlich kommt man zu den heiligen Stätten und allein die Straßenschilder zu lesen erfüllt einen mit Ehrfurcht …

… und man sieht schon von Weitem auf wessen Territorium man sich befindet:

Der Spielbudenplatz war zunächst noch gut betretbar, im nahen Millerntorstadion war schon mehr los. Schnell zwei Astra und alles wurde gut, inclusive unser Gesang …

… das Herz schlug für Braun-Weiss (obwohl ich immer noch schwarz bevorzuge)…

Ok, St. Pauli hat das Spiel verloren, schade, aber das konnte die Stimmung nicht mehr trüben. Die Meisterschale wäre nur noch das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Und wer weiß, vielleicht ist es besser nicht zuviel Aufmerksamkeit zu erregen, sonst kommt der Spieler-Ausverkauf schneller als man „zieht den Bauern die Lederhosen aus“ sagen kann …

Wir haben die Mannschaft gefeiert und die Mannschaft uns, hach …es war so schön:

Von links nach rechts: Herr Textundblog, Frau Jekylla, Herr Sparschäler, Herr Curi0us, Duo Claudia & Barbara …keep on rockin‘!

So schnell und so häufig wie ein Zug tagsüber zwischen der Hauptstadt und dem Vorort verkehrt so sehr zeigt sich nächtens das bekannte Vorortdrama …22:00h ist Schicht und entweder man macht durch bis zur ersten S-Bahn, zum ersten Bus oder wie hier zum ersten Zug oder man fügt sich und tritt die Heimreise an …ein Taxi wäre überdies zu dekadent und Selberfahren scheidet völlig aus…

… schließlich muss man am nächsten Tag wieder zur Arbeit und das auch noch in „Business Casual“:

Eines hab‘ ich aber nicht verstanden ….

…was soll dass denn?


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