Hoffnungslos Old-School …

…immer diese kleinen Entäuschungen, auch wenn sie mitunter schon mit Ansage passieren …

… das im Hintergrund ist ein Konzertplakat von Emilie Autumn, die ja hier in diesem Blögchen schon öfters für Content sorgte.

Ich mag‘ Emilie Autumn sehr, ihre Musik sowieso, aber auch die ganze Inszenierung ihrer Persönlichkeit auf der Bühne. Ihre Präsenz bei Konzerten und die Erinnerung daran begeistert mich so sehr, dass es mir wert war dieses und noch 3 weitere Poster für eine beträchtliche Summe rahmen zu lassen und mir ins Wohnzimmer zu hängen. Ich bin kein Teenager mehr, der aus einer Schwärmerei sich einen BRAVO-Starschnitt an die Wand klebt. Diese Bilder sind für mich mit schönen Ereignissen verbunden, für alle anderen sind es „nur“ schöne Bilder in einem schönen Bilderrahmen …

…im Vordergrund sieht man die Eintrittskarte für das Emilie Autumn Konzert heute Abend in Berlin, auf das im mich sehr freue. Diese Eintrittskarte ist ein Stück graugrünblaue Manifestation einer von Profitstreben durchindustrialisierten Welt, die keinen Raum für Erinnerungen freigeben möchte. Erinnerungen sind unproduktiv und nicht rationell, sie sind Vergangenheit und nicht nach Vorne gerichtet. Wahrscheinlich ist den BWL-Strategen dieser Welt sogar das Stück Papier noch zuviel, denn immerhin kann man es anfassen. Ganz elektronisch, selbstlöschend nach dem Entwerten, das wäre rationell …

…nennt mich altmodisch, aber ich würde gerne den Preis bezahlen, den ein Ticket kosten würde, welches man sich hinterher vielleicht sogar in einem Rahmen an die Wand hängen kann …so als (Achtung BWL) „Mehrwert“.

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