Spontivs Werk und Creezys Beitrag

… durfte ich gestern Abend verschnabeln. Und nicht nur dass es mich schlappe 1,4 Kilo von jedwedem noch zu bestimmenden Abspeckziel entfernte, nein es machte mich äußerst glücklich und erfüllte mich mit einer tiefen Zufriedenheit. Letzteres ist eigentlich schon deshalb garantiert, da die Köchin bekanntermaßen über ausführlich dokumentierte Kochkenntnisse verfügt. Aber der Reihe nach…

Herr Spontiv hat, wie schon letztes Jahr, zur BlogKochShow aufgerufen. Als ich davon las fand ich die Idee schon absolut spitze aber das Feld der diesjährigen Ausgabe ist so hochkarätig besetzt (Creezy, Frau indica, Jekylla, The Exit, northerndelight, xtextexte, Frau Bhuti und natürlich der Erfinder selber), dass ich mich nicht getraut habe mit meinen mangelhaften Küchenkünsten zu partizipieren,…

…aber sind wir ehrlich: Der Job als „neutraler“ Gast ist natürlich um ein Vielfaches attraktiver;-)

Angefangen hat alles mit einem wunderbaren Entrée welches folgenden Namen trug:

Eine Terrine von zweierlei Fisch an Salatbouquet mit roten Zwergenmützen und karamellisierten Nachtschattengestalten und deren Aufpassern.

und sich folgendermaßen präsentierte:

Ausführlich nachzulesen kann man das Ganze natürlich bei der Urheberin, nur so vorneweg: Die Nachtschattengstalten waren Cocktailtomaten die mit schwerem Gerät (s.u.) karamelisiert wurden und die Zwergenmützen erklären sich hier:

(…ich hab‘ da gleich ein Gläschen von abgestaubt ..hihihi!)

Also was soll man sagen: Die Terrine war nicht nur eine Augen- sondern auch eine Gaumenweide. Forelle, Lachs, Meerrettich und Spinat harmonierten hervorragend miteinander. Ein wenig Wärme steuerten die gebratenden Gambas bei und die Tomätchen und die Zwergenmützchen ein wenig Süße …klasse!

Natürlich blieb nichts übrig …

Hier übrigens einmal eine kleine Dokumentation, dass hier auch wirklich höchste Handwerkskunst eingesetzt wurde, incl. professionellem Management organisatorischer Unwägbarkeiten bei der Ofenauslastung:

…und auch schweres Gerät kam zum Einsatz:

Der beste Gang las sich wie folgt:

Filet vom Rind mit Walnusskruste und Möhrchengratin, dazu mindestens ein Maronensoufflé

Und stellte sich folgendermaßen vor:

Das Fleisch war aufgrund der Enge im Ofen bien cuit wo man eventuell zu à point tendieren würde, was aber nun mal ein Zwangsläufigkeit darstellte und deshalb auch keinesfalls eine Qualitätseinbuße bedeutete, im Gegenteil, zeugt es doch von einem enormen Sachverstand unter den gegebenen Umständen eine solche Leistung zu erbringen.

Die gratinierten Möhrchen waren eine Variante wie ich sie noch nicht kannte und ich muss sagen, dass dies meine neue Lieblingszubereitungsart für Möhrchen wird. Zum Maronensoufflé muss ich nichts mehr sagen – ein Highlight unter den Sättigungsbeilagen, welches u.U. sogar meine bis dato jederzeit favorisierten Spätzle ablösen könnte.

Klar, dass auch hier nichts mehr liegenblieb …

Einschub:

Natürlich tranken wir auch und zwar zunächst in folgender Reihenfolge: Crémant d‘ Alsace, Sancerre und einen St. Laurent rouge von 2004 (…irgendwann war uns die Reihenfolge dann aber auch herzlich wurscht…).

Zu vorgerückter Stunde gab’s dann ein Bouquet von linkisch versteckten Kalorien, die sich als Abschiedgedanken so formulierten:

Keine siamesischen Flan-Drillinge mit süffisantem Grapefruitkompott

Und so im Bilde:

Es war ein Fest: Der Flan war sauber karamelisiert, das selbstgemachte Vanilleeis sehr vanillig und mit Walnussstückchen zum Vanillewalnusseis befördert und der Crêpes mit einer lockeren Frischkäsefüllung harmonierte perfekt. Das warme Grapefruitkompott rundete mit seiner süßsaueren Note und einer zimtigen Wärme das ganze zur Geschmacksexplosion hin ab, sagenhaft! Darauf noch ein Überraschungsei und dann sah der Tisch so aus …

Fazit des Abends:
Creezy – 10 Points!

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3 Responses to Spontivs Werk und Creezys Beitrag

  1. creezy says:

    Ich mag beim letzten Foto die leeren Flaschen so sehr!

    Hihi, sehr schön aufgeschrieben, mein lieber Gast. Ich bin gerührt! Und ja, das Filet war gut durch – aber ich würde es sofort wieder mit Maronen-Soufflé reichen! Mir aber vorher einen zweiten Ofen kaufen … ,-)

    Vielen Dank noch einmal, dass Du so ein reizender Blogkochshow-Gastesser warst!

  2. Indica says:

    Oha, oha, ich fürchte, bei all den „Das perfekte Dinner“-liken Kochbeiträgen werde ich mit meinem Part hoffnungslos banal daneben stehen. Nicht nur, dass ich als allerletzte erst zum Kochen kommen werde.

    Darf ich mein Packerl vielleicht doch noch zur Neuverteilung an den Initiator zurückschicken?

  3. foxxi says:

    @Frau Creezy …ich freue mich schon auf’s nächste Jahr 😉

    @Frau Indica …das hohe Niveau ist der Grund, warum ich lieber den qualifizierten Esser mime. Sie könne ja immerhin jetzt das Feld von hinten aufrollen, alle anderen haben ihr Pulver quasi schon verschossen 🙂

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