¿Revolución?

Dass ich zur Zeit mit der Gesamtsituation nicht zufrieden bin ist ja nun hinlänglich bekannt. Und dass ich nichts gegen eine zünftige Revolution habe steht auch nicht nur zwischen den Zeilen. Aber wie soll diese Revolution aussehen, bzw. was würde ich mir wünschen …
Im Grunde genommen bin ich sehr friedfertig und harmoniebedürftig. Die wenigen Male in meinem Leben in denen ich mich prügelte beinhalteten immer auch nicht gerade wenig Prügel für mich und es war nie eine tolle, adrenalingeschwängerte Erfahrung, sondern es tat weh und man wurde verletzt. Jedenfalls nichts was ich mir herbeisehnen würde. Also würde ich mir auf jeden Fall eine friedliche und vor allem unblutige Revolution wünschen.

Eigentlich wäre eine Revolution auch gar nicht notwendig. Ich bin nämlich mit dem „Grundsätzlichen“ unserer Demokratie einverstanden. Die Verfassung, die Gewaltenteilung, die ganze Intention dahinter ist eigentlich i.O.. Ich kann mir auch überhaupt nichts Besseres vorstellen.

Ich finde nur man sollte mal ein paar Figuren aus Politik und Wirtschaft austauschen und zwar zahlenmäßig nicht zu knapp. Natürlich möchte ich nicht dass man sie an Laternenmasten aufhängt, sie sollen einfach abtreten und geräuschlos ihr Leben leben. Die, die ich meine haben den Blick für’s Wesentliche verloren – der Gemeinschaft zu dienen – dafür werden sie fürstlich bezahlt, mehr ist nicht notwendig. Wer aber meint er müsse immer mehr anhäufen. oder wer glaubt sich ohne Denken und Mühen durchlavieren zu können, der ist eine Fehlbesetzung an dieser Stelle und muss weg.

Deshalb muss die Revolution eine Revolution des Wissens und der Wissensvermittlung sein. Nicht nur müssen unserer Vertreter wissen was sie tun, wenn sie Gesetze beschließen, auch wir benötigen mehr Wissen um im Zweifelsfall schlechte Stellvertreter sanktionieren zu können, bzw. ihren Austausch vorzunehmen. Nur Menschen die „wissen“ sind in der Lage gute Entscheidungen zu treffen.

Das Wissen muss breit in der Bevölkerung sein. Alle die, die den Informations- und damit den Wissensfluss behindern müssen ausgetauscht werden, diejenigen die mit ihrem Wissen andere manipulieren ebenfalls. Wissensmonopole darf es nicht geben, Informationen müssen frei und jederzeit zugänglich sein.

Die Revolution muss weltweit stattfinden, aber wir können ja schon mal anfangen …

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2 Responses to ¿Revolución?

  1. Frank says:

    Hast Du gestern in der ARD den Beitrag in Report-Mainz gesehen von den Investmentbankern in Frankturt a.M., die schon wieder unsere Staats-Kohle in teuren Kneipen auf den Kopf kloppen? Krise … welche Krise? … so lachen sie in die Kamera. Es ist mir ein absolutes Rätsel, weshalb unsere Politiker nicht sofort die GSG 9 in Marsch setzen und die ganze Bagage festsetzen. Diese Damen und Herren verstehen keine Worte … die verstehen nur Gewalt. Anders kann man gegen diese moralisch völlig verrotteten und gesellschaftsfernen Idioten nicht vorgehen. Es muss doch irgendwie möglich sein, denen allen das Handwerk zu legen. Die zahlen in Bars, wo sie ihre neuen „Erfolge“ feiern für Getränke zwischen 100 und 6.000 Euro pro Flasche. Mein Gott … da muss man doch was gegen machen können. Merkel, Steinmeier und Steinbrück … haut dazwischen!!! Aber gut, den Spruch hätte ich mir sparen können. Der hilft genauso wenig, als wenn ich an die Rückwand der Deutschen Bank pinkle.
    Wir sind das Volk! – Dieser Ruf aus Tausenden und später Millionen Kehlen hat schon einmal ein System gestürzt … aber schaffen wir das noch mal? Ich rufe auf jeden Fall mit, auch wenn ich nicht weiß, was für ein System dann kommen sollte. Aber so kann es wirklich nicht mehr weitergehen.
    Für Interessierte noch der Link: http://www.swr.de/report/ … der Beitrag müsste inzwischen online sein … oder heute Emmy & Walther lesen … ich weiß genau, dass Walther kurz vorm Platzen is…

    • foxxi says:

      Ja, haben wir gesehen und es ging uns nicht anders …zum Kotzen.

      Was mich dann doch einigermaßen wundert ist, dass ein solches Magazin heutzutage so über diese „Eliten der Gesellschaft“ berichten darf. Wo man andere kritisiert, sie würden „soziale Unruhen“ herbeireden …

      Noch ein paar mehr dieser Beiträge in den Mainstreammedien und der schwarze Block zieht durchs Frankfurter Bankenviertel.

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