Aus arbeitstechnischen Gründen bin ich jetzt für 2 Tage nach Lemgo gereist. Lemgo, warum Lemgo …obwohl der Ort Lemgo für die Entwicklung Europas und der BRD wahrscheinlich vollkommen bedeutungslos ist und eine plötzlich hereinbrechende Auslöschung desselben durch Pest, Tod und Teufel auch weiterhin folgenlos und unter der Rubrik ‘oops’ verbucht werden könnte, so ist mir zumindest der Ortsname nicht fremd.
Als sportbegeisterter Jugendlicher (ja, ich war nicht immer so) der seine wichtigsten Lebenserfahrungen in den Jahren ab 75, komplett 80 und noch ein wenig 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts machen durfte ist Lemgo ebenso prominent wie Massenheim oder Großwallstadt. Grund dafür war die damalige Fernsehlandschaft, bestehen aus ARD, ZDF und den (regionalen) Dritten sowie dem immer gleichen Rythmus der Sendungen und ihrer Beiträge.
Nehmen wir die Sportschau (jetzt hätte ich beinahe statt Schau, Show geschrieben): Samstags und Sonntags ab 18.00h: Samstags war Fußball und Sonntags Handball, vielleicht ein wenig Eishockey und auf jeden Fall Toto-Lotto-Rennquintett. Na klingelt’s? TBV Lemgo, SG Wallau Massenheim und TV Großwallstadt. Die Eishockeymannschaften hießen damals noch Preußen Berlin, Düsseldorfer EG oder SC Riessersee.
Lustig ist das schon, denn eigentlich bin ich kein großer Handballfan, aber die Kenntnis dass es Orte wie (Flensburg/)Handewitt (ebenfalls Handball), Schifferstadt (Ringen) oder Tauberbischofsheim (Fechten) gibt ist für immer ins Gedächtnis gebrannt und leistet beim gelegentlichen Stadt-Land-Fluss-Spielen beständig Punkte. Für heutige Kinder wird dies eines Tages vielleicht Hoffenheim sein.





